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Mit dem Cello fliegen
- Aufgeben: Man kann ein Cello aufgeben (natürlich nur mit hartem Cellokasten,
am besten mit den speziellen Überkästen),
obwohl das immer ein Risiko birgt,
z.B. durch umherfliegendes Gepäck im Gepäckraum, durch unsanfte
Behandlung des Bodenpersonals (schmeißen aus dem Flugzeug auf einen Kofferwagen),
aber auch durch plötzliche Klimaänderung im Gepäckraum (Luftfeuchtigkeit,
Luftdruck, Temperatur), die Risse usw. verursachen können. Dazu unbedingt einen
Dampit (s.u.) verwenden! Es soll auch helfen, die Saiten
ein wenig herunterzustimmen, um die Grundspannung zu erniedrigen.
Bei manchen Fluggesellschaften muss man eine
Sperrgepäckgebühr zahlen.
Ungeachtet eventueller Vorschriften etc., sollte man beim Check-In unbedingt
auf einen klimatisierten Gepäckraum bestehen und darum bitten,
das Cello selbst (oder sonst vom Personal) per Hand in den Gepäckraum zu bringen.
Manchmal kann man so das Cello bis zum Gate selbst mitnehmen und beim Einsteigen wird es
einem dann abgenommen. Man kann oft durch Hartnäckigkeit einiges erreichen.
Wenn man das Cello eigenhändig bis zum Gate mitnehmen durfte,
kann man auch versuchen, das Cello doch noch in die Kabine zu bekommen:
Dazu sollte man erst einmal das Personal am Gate versuchen, zu überreden, und wenn das nichts hilft,
den Kabinenchef verlangen (der/die hat das letzte Wort). Es gibt oft unbesetzte Sitze
(auch wenn das Flugzeug ausgebucht ist),
und auch in Garderoben der Businessclass passt ein Cello rein. Man kann und sollte ruhig damit drohen, dass man
nicht mitfliegen wird, wenn das Cello nicht mit in die Kabine kommt. Das kommt besonders gut, wenn man anderes Gepäck aufgegeben hat.
- Eigener Sitzplatz: Wer kein Risiko eingehen will, sollte
für sein Cello einen eigenen Sitzplatz buchen. Leider bieten das nicht alle
Billigflieger an (z.B. DBA und HLX erlauben keine Celli in der Kabine).
Obwohl man für das Zweit-Ticket den gleichen Preis zahlt,
werden zumindest üblicherweise auf das Zweit-Ticket keine Flughafengebühren und Steuern
erhoben (bei der Buchung darauf hinweisen!). So kostet bei billigen Tarifen der
Cello-Sitz oft nur 25 €! Man bekommt übrigens nicht die Meilen, das Extra-Essen, oder
das Freigepäck des Cello-Tickets...
Auch reicht es nicht, einfach zwei Tickets zu buchen, denn das Extra-Ticket wird als
"Cabin Baggage" deklariert. Man muß also im Reisebüro
oder per Telefon buchen.
- Sowohl in der Kabine als auch im Gepäckraum ist die Luft sehr trocken,
deswegen immer einen Dampit (diese grünen Schlangen zur Befeuchtung) benutzen. Diese kann man bei jedem Geigenbauer kaufen.
- Aus dem gleichen Grund ist es auch ratsam, vor dem Flug die Saiten etwas herunterzustimmen.
Man darf die Saiten aber nicht stark herunterstimmen oder gar abnehmen, davon kann die Stimme umfallen.
- Auf jeden Fall sollte man sich aber vorher bei der Fluggesellschaft erkundigen,
wie der Transport eines Cellos bewältigt werden kann.
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